Christoph Schönfelder wird neuer Domorganist in St.Gallen

Die Nachfolge des in Pension tretenden St.Galler Domorganisten Willibald Guggenmos ist geregelt. Der 30-jährige Christoph Schönfelder aus München tritt per 1. August 2023 in seine Fussstapfen.

Der neu gewählte Domorganist Christoph Schönfelder überzeugte die Findungskommission nicht nur musikalisch wegen seiner technischen und künstlerischen Fähigkeiten und dem Improvisationstalent, sondern auch aufgrund seines theologischen und liturgischen Wissens und als Mensch.

Die Findungskommission mit Raphael Kühne an der Spitze, seines Zeichens auch Administrationsratspräsident des Katholischen Konfessionsteils St.Gallen, konnte aus 26 Bewerbungen (10 aus der Schweiz und 16 aus dem Ausland) auswählen. «Dies zeigt, welch hohe Attraktivität die Domorganisten-Stelle in St.Gallen sowohl in der Schweiz als auch im Ausland hat», sagt Kühne.

Ein Kind der Regensburger Domspatzen

Christoph Schönfelder stammt ursprünglich aus Landshut in Bayern. Derzeit arbeitet er als hauptamtlicher Dozent für liturgisches Orgelspiel und Improvisation an der Hochschule für Musik und Theater in München. Seine musikalische Grundausbildung erhielt er einst bei den Regensburger Domspatzen, wo er zusätzlich auch beim dortigen Domorganisten Orgelunterricht genoss. Später studierte er Orgel, katholische Kirchenmusik und Klavier an der bereits genannten Hochschule, seinem heutigen Arbeitgeber.

Privatstudien zur Musik des 19. und 20. Jahrhunderts zogen ihn nach Italien. Im Laufe der Zeit gewann er zahlreiche Orgelimprovisationswettbewerbe, beispielsweise in Stuttgart, Luxemburg, Bayreuth, Landau und Schlägl. Konzertreisen führten ihn unter anderem nach Österreich, Spanien, Italien und Südkorea. Seine Transkription von Rachmaninows zweitem Klavierkonzert für Orgel wurde vom Bayerischen Rundfunk dokumentiert, ebenso spielte Christoph Schönfelder Franz Liszts Totentanz auf der Orgel ein.

Auf seine neue Stelle als Domorganist in St.Gallen freut er sich riesig, was er bereits in seinem Bewerbungsvideo kundtat: «Einerseits die Möglichkeit zu haben, mit meinen Improvisationen und Literaturstücken die Feier der Liturgie zu bereichern und andererseits an der Diözesanen Kirchenmusikschule (DKMS) tätig zu sein und dort mein pädagogisches Wissen zu vermitteln, sind Herausforderungen, die mich begeistern.» Er freue sich, künftig Teil davon zu sein, so Christoph Schönfelder.

Das Pensum des neuen Domorganisten beträgt neunzig Prozent. Der Grossteil davon ist für liturgische Tätigkeiten inklusive Proben oder Ensemblebegleitung reserviert. Der Rest für Konzerttätigkeiten und seine Lehrtätigkeit an der DKMS.

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